Für viele griechische Online-Shops ist Skroutz – Griechenlands größte Preisvergleichs- und Marktplatz-Plattform, vergleichbar mit Idealo in Deutschland – eine der wichtigsten Umsatzquellen. Und fast immer, wenn auf Skroutz etwas „nicht funktioniert“, liegt die Ursache im XML-Feed: Produkte erscheinen nicht, werden falsch zugeordnet oder zeigen eine andere Verfügbarkeit als im Shop. In dieser Anleitung haben wir zusammengetragen, was wir in der Praxis immer wieder sehen.
Ein wichtiger Hinweis vorab: Skroutz aktualisiert seine Spezifikation von Zeit zu Zeit. Prüfen Sie daher vor jeder Änderung die aktuelle Dokumentation in Skroutz Merchants.
Was der Feed ist und wie Skroutz ihn liest
Der Feed ist eine XML-Datei unter einer festen URL Ihres Shops. Sie enthält jedes Produkt, das angezeigt werden soll, mit Preis, Verfügbarkeit, Bildern und Codes. Skroutz ruft die Datei regelmäßig ab und aktualisiert Ihre Angebote. Daraus folgt zweierlei:
- Der Feed muss jederzeit erreichbar und schnell sein. Ist Ihr Server langsam oder liefert einen Fehler, entgehen Ihnen womöglich Aktualisierungen.
- Der Feed muss exakt mit dem Shop übereinstimmen. Preis und Verfügbarkeit im Feed müssen dem entsprechen, was der Kunde nach dem Klick sieht.
Die wichtigsten Felder
Der Aufbau besteht aus einem Root-Element mit einer Liste von Produkten. Jedes Produkt enthält Felder wie:
- id: eine eindeutige, dauerhafte Kennung. Ändern Sie sie nie – sonst behandelt Skroutz den Artikel als neues Produkt.
- name: der Produkttitel. Idealerweise Marke, Modell und das wichtigste Merkmal, ohne Werbegeschrei („SALE!!!“).
- link: die Produkt-URL in Ihrem Shop.
- image und additionalimage: Haupt- und Zusatzbilder in hoher Auflösung.
- category: Ihr vollständiger Kategoriepfad (z. B. „Bekleidung > Damen > Kleider“).
- price_with_vat: der Endpreis inklusive Mehrwertsteuer.
- vat: der Mehrwertsteuersatz.
- availability: die Verfügbarkeit, mit den von Skroutz festgelegten Werten.
- manufacturer: die Marke.
- mpn: die Herstellerartikelnummer.
- ean: der Barcode.
- size / color: für Produkte mit Varianten.
- quantity und weight: wo erforderlich.
Die genauen Feldnamen und zulässigen Werte legt die Skroutz-Spezifikation fest. Übernehmen Sie sie wortwörtlich.
Warum EAN und MPN so wichtig sind
Skroutz bündelt die Angebote verschiedener Shops auf einer einzigen Produktseite. Um Ihr Produkt der richtigen Seite zuzuordnen, stützt sich die Plattform auf Marke, Herstellernummer und Barcode. Fehlen diese Angaben, bleibt Ihr Produkt möglicherweise unzugeordnet oder landet auf der falschen Seite. Wenn Sie in Ihrem gesamten Sortiment nur eine Sache richtig machen, dann diese.
Varianten: das klassische Problem bei Mode und Schuhen
Bei Bekleidung und Schuhen erwartet Skroutz Varianten in einer bestimmten Form (zum Beispiel die verfügbaren Größen je Farbe). Die typischen Fehler:
- Ausverkaufte Größen werden weiterhin angezeigt.
- Jede Größe wird als eigenes Produkt gesendet, was Duplikate erzeugt.
- Verschiedene Farben desselben Modells werden zu einem Produkt zusammengefasst, obwohl Skroutz sie getrennt haben möchte.
Lesen Sie den Abschnitt zu Varianten in der Spezifikation sorgfältig, bevor Sie ein Mode-Sortiment einreichen, und prüfen Sie Ihren Feed anhand von 5–10 echten Produkten.
Verfügbarkeit: Hier geht Vertrauen verloren
Skroutz legt großen Wert darauf, dass Sie die angegebene Verfügbarkeit auch einhalten. Melden Sie „auf Lager“ und versenden erst eine Woche später, bekommen Sie das zu spüren – über Stornierungen, Bewertungen und am Ende über Ihre Sichtbarkeit.
Praktische Regeln:
- Geben Sie sofortige Verfügbarkeit nur für Artikel an, die physisch in Ihrem Lager liegen.
- Für Artikel, die Sie beim Lieferanten bestellen, nutzen Sie den Verfügbarkeitswert mit der passenden Anzahl an Tagen.
- Ausverkaufte Produkte werden entweder aus dem Feed entfernt oder so gekennzeichnet, wie es die Spezifikation verlangt – niemals als „verfügbar“.
- Bewegt sich Ihr Bestand schnell, aktualisieren Sie den Feed häufig (Cache im Minutenbereich, nicht einen Tag lang).
Die häufigsten Ablehnungen und wie Sie sie beheben
1. „Preis stimmt nicht mit dem Shop überein“
Meist ein Cache-Problem (der Feed enthält einen alten Preis), Rabatte, die erst im Warenkorb greifen, oder ein Preis ohne Mehrwertsteuer. Der Feed-Preis muss dem entsprechen, was ein Besucher ohne Gutschein auf der Produktseite sieht.
2. Defekter Link oder Weiterleitung
Der Link führt auf eine 404-Seite, auf die Startseite oder zu einer anderen Variante. Stellen Sie sicher, dass jeder Link direkt das richtige Produkt öffnet.
3. Bilder
Geringe Auflösung, Wasserzeichen, Ihr Shop-Logo auf dem Foto oder ein „Kein Bild“-Platzhalter. Verwenden Sie saubere Fotos auf weißem oder neutralem Hintergrund.
4. Falsche oder unklare Kategorie
Kategorien wie „Angebote“, „Neuheiten“ oder „Sonstiges“ sagen nichts darüber aus, was das Produkt ist. Senden Sie die echte, hierarchische Kategorie.
5. Ungültiges XML
Ein einziges nicht maskiertes „&“, ein Sonderzeichen aus Copy-and-paste oder HTML in einer Beschreibung kann die gesamte Datei unbrauchbar machen. Setzen Sie Texte in CDATA und prüfen Sie den Feed mit einem XML-Validator.
6. Langsamer Feed oder Timeouts
Bei großen Sortimenten kann es zu lange dauern, den Feed bei jedem Abruf neu zu erzeugen. Generieren Sie ihn stattdessen regelmäßig als statische Datei.
7. Doppelte Produkte
Dasselbe Produkt unter zwei ids, meist nach einem Import oder einem Plugin-Wechsel. Halten Sie eine id pro Produkt und verwenden Sie ids niemals wieder.
Checkliste vor dem Einreichen
- Öffnet sich die Feed-URL schnell und fehlerfrei im Browser?
- Besteht der Feed die Prüfung mit einem XML-Validator?
- Sind die Preise inklusive Mehrwertsteuer und identisch mit dem Shop?
- Ist die Verfügbarkeit realistisch?
- Sind Marke, MPN und EAN bei möglichst vielen Produkten hinterlegt?
- Haben die Kategorien den vollständigen Pfad?
- Entsprechen die Varianten der Spezifikation?
- Gibt es saubere, hochauflösende Bilder?
- Aktualisiert sich der Feed automatisch?
Nach dem Livegang
Betrachten Sie den Feed nicht als „erledigt“. Prüfen Sie ihn jedes Mal erneut, wenn Sie Plugin, Theme, Kategoriestruktur oder die Art des Produktimports ändern. Viele dieser Fehler betreffen übrigens auch BestPrice (Griechenlands zweitgrößtes Preisvergleichsportal) und Google.
Wenn wir Ihren Feed prüfen oder einen zuverlässigen Feed von Grund auf aufbauen sollen, sehen Sie sich unsere Leistungen rund um Produkt-Feeds an oder schreiben Sie uns eine Nachricht.