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Produktfotografie mit kleinem Budget

von E-shop Guru ·
Produktfotografie mit kleinem Budget
Foto: Voyage Pro / Unsplash

Online kann der Kunde das Produkt nicht in die Hand nehmen. Das Foto ist das Nächste, was er davon zu sehen bekommt. Trotzdem setzen viele griechische Online-Shops auf unscharfe Lieferantenbilder, auf Fotos unter gelbem Küchenlicht oder auf zehn verschiedene Hintergründe innerhalb derselben Kategorie.

Um das zu ändern, brauchen Sie weder ein Studio noch einen Fotografen. Sie brauchen ein aktuelles Smartphone, Tageslicht vom Fenster, ein paar Dinge aus dem Schreibwarenladen und vor allem: Einheitlichkeit.

Die Grundausstattung (unter 100 €)

  • Ein Smartphone mit ordentlicher Kamera. Die meisten Geräte der letzten Jahre reichen für einen Online-Shop völlig aus. Reinigen Sie vor dem Start die Linse. Im Ernst.
  • Ein Smartphone-Stativ mit Fernauslöser oder Selbstauslöser. Das wichtigste Zubehör überhaupt: scharfe Bilder und jedes Mal derselbe Blickwinkel.
  • Weißer Hintergrund: Karton oder Papierrolle, die in einem Bogen von der Wand auf den Tisch übergeht (eine sogenannte Hohlkehle), sodass keine Ecke sichtbar ist.
  • Reflektor: eine weiße Schaumstoffplatte gegenüber dem Fenster, um Schatten aufzuhellen.
  • Diffusor: ein weißer Vorhang oder Transparentpapier vor dem Fenster, falls direkte Sonne hereinfällt.
  • Optional: ein LED-Lichtzelt für kleine Artikel wie Schmuck und Kosmetik.

Licht: natürlich, seitlich, weich

Das Licht leistet beim guten Produktfoto den Großteil der Arbeit.

  • Stellen Sie Ihren Tisch neben ein großes Fenster, sodass das Licht von der Seite kommt.
  • Vermeiden Sie direkte Sonne. Das griechische Mittagslicht ist hart und erzeugt scharfe Schatten. Besser eignen sich die Morgenstunden oder ein Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Schalten Sie das Raumlicht aus. Eine Mischung aus Glühbirnen und Tageslicht ergibt seltsame Farben.
  • Platzieren Sie den Reflektor auf der dem Fenster gegenüberliegenden Seite.
  • Wenn Sie abends fotografieren oder täglich Produkte ablichten, liefern zwei LED-Leuchten mit Softboxen unabhängig vom Wetter gleichbleibende Ergebnisse.

Die Aufnahmen, die jedes Produkt braucht

Erstellen Sie pro Kategorie eine Shotlist und halten Sie sich daran. Zum Beispiel:

  1. Hauptbild: frontal, weißer oder neutraler Hintergrund, das Produkt füllt den Großteil des Bildes.
  2. Seiten- und Rückansicht.
  3. Detail: Struktur, Nähte, Reißverschlüsse, Knöpfe, Materialetikett.
  4. Größenverhältnis: in der Hand oder neben einem bekannten Gegenstand, damit Kunden die Größe einschätzen können.
  5. Im Einsatz (Lifestyle): in der Umgebung, in der das Produkt verwendet wird. Nicht für jedes Produkt nötig, aber bei Ihren wichtigsten Artikeln sehr hilfreich.
  6. Verpackung/Lieferumfang, wo es darauf ankommt.

Eine Shotlist sorgt für einheitliche Fotos und erspart Nachaufnahmen.

Einstellungen am Smartphone

  • Kein Digitalzoom. Gehen Sie näher heran oder nutzen Sie das Teleobjektiv, falls Ihr Smartphone eines hat (2x/3x). Es verzerrt auch weniger.
  • Belichtung und Fokus fixieren, indem Sie lange auf das Produkt tippen. Nehmen Sie die Belichtung etwas zurück, wenn der weiße Hintergrund ausbrennt.
  • Filter ausschalten und ebenso die starke „Optimierung“ der Kamera-App. Sie wollen naturgetreue Farben.
  • Porträt-/Bokeh-Modus: nicht für das Hauptbild. Er zeichnet die Kanten des Produkts oft unscharf.

Bearbeitung: dezent und für alle Bilder gleich

  • Beschneiden Sie die Bilder in der gesamten Kategorie auf ein festes Seitenverhältnis (z. B. quadratisch 1:1 oder 4:5).
  • Korrigieren Sie den Weißabgleich, damit Weiß auch weiß aussieht.
  • Kleine Korrekturen an Helligkeit und Kontrast.
  • Hintergrund entfernen, wo nötig. Zahlreiche Tools erledigen das inzwischen schnell, sogar direkt auf dem Smartphone.
  • Verändern Sie nicht die Farbe des Produkts. „Farbe weicht vom Foto ab“ ist im Modebereich einer der häufigsten Retourengründe.

Speichern Sie ein Preset (in Lightroom Mobile oder dem Programm Ihrer Wahl) und wenden Sie es auf die ganze Serie an.

Technische Anforderungen: Website, Skroutz, Google

  • Hauptbild: sauberer Hintergrund, keine Logos, kein Text, keine Wasserzeichen und keine „-20 %“-Badges. Das Google Merchant Center und Preisvergleichsportale wie Skroutz, Griechenlands größte Preisvergleichs- und Marktplatz-Plattform, können Bilder mit Werbeeinblendungen ablehnen. Prüfen Sie die aktuellen Vorgaben der jeweiligen Plattform.
  • Auflösung: groß genug für die Zoomfunktion (z. B. 1.500–2.000 Pixel an der langen Seite für die Masterdatei). Ihre Website sollte dann je nach Bildschirm kleinere Versionen ausliefern.
  • Format: WebP oder AVIF auf der Website, in passender Größe und mit Lazy Loading. Mehr dazu in unserem Leitfaden zur Optimierung von Produktbildern.
  • Dateinamen und Alt-Texte, die das Produkt beschreiben – wie in unserem Leitfaden zu SEO für Produktseiten erläutert.

Arbeitsablauf für viele Produkte

  1. Richten Sie Ihre „Fotostation“ einmal ein und markieren Sie die Positionen von Stativ und Produkt mit Klebeband.
  2. Fotografieren Sie in Serien nach Kategorie, jeweils zur selben Tageszeit.
  3. Benennen Sie die Dateien sofort nach SKU (z. B. MAR-BR-01_1.jpg), damit der Upload einfach ist und die Bilder zu Ihrem Feed passen.
  4. Wenden Sie Ihr Bearbeitungs-Preset gesammelt an.
  5. Prüfen Sie die Bilder vor dem Hochladen auf dem Smartphone. Dort werden die meisten Kunden sie sehen.

Video: der nächste Schritt

Dieselbe Station eignet sich auch für kurze Clips von 10–20 Sekunden: das Produkt in Rotation, ein Kleidungsstück in Bewegung, ein Werkzeug im Einsatz. Schnitt oder Musik sind nicht nötig. Am meisten bringen solche Clips dort, wo Struktur oder Bewegung wichtig sind – und Sie können sie auf Instagram, TikTok und in Anzeigen wiederverwenden. Wenn Sie sie auf Produktseiten einbinden, achten Sie darauf, dass sie nicht automatisch mit Ton abspielen und die Seite nicht verlangsamen.

Wann sich ein Profi lohnt

  • Für Ihre 10–20 wichtigsten Produkte und für Lifestyle-Bilder, die Sie in Anzeigen wiederverwenden.
  • Für schwierige Artikel: glänzend, transparent oder sehr kleiner Schmuck.
  • Wenn Ihre Marke von der Ästhetik lebt (Mode, Wohndeko).

Eine gute Mischung: ein professionelles Shooting für die Schlüsselprodukte und eine eigene Fotostation für alles andere – im gemeinsamen Stil.

Checkliste

  • [ ] Stativ, weißer Hintergrund, Reflektor, Fensterlicht
  • [ ] Shotlist pro Kategorie
  • [ ] Fixierte Belichtung, keine Filter, kein Digitalzoom
  • [ ] Festes Seitenverhältnis und Bearbeitungs-Preset
  • [ ] Naturgetreue Farben
  • [ ] Hauptbild ohne Text oder Wasserzeichen
  • [ ] Dateien nach SKU benannt, webtaugliches Format

Gute Fotos schaffen Vertrauen, senken die Retourenquote und lassen Ihre Einträge bei Skroutz und Google herausstechen. Wenn Sie Unterstützung möchten, damit diese Bilder schnell laden und korrekt in Ihre Feeds gelangen, werfen Sie einen Blick auf unsere Leistungen für Performance und Produkt-Feeds.

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